Der Mährisch-Schlesische Sudetengebirgsverein e.V. (MSSGV)
Was wir bieten
Die Zweigvereine des MSSGV haben viele attraktive Wanderungen und Veranstaltungen in ihren Programmen. Angebote für Familien, Kinder und ältere Mitglieder nehmen einen breiten Raum ein. Der Tanzkreis des Zweigvereins Teck lädt Tanzbegeisterte gerne zum Mitmachen ein. Fester Bestandteil des Wanderprogramms sind die Fahrten zum Deutschen Wandertag und die alle zwei Jahre stattfindende Wanderfahrt ins frühere Vereinsgebiet Altvatergebirge. Denn auch am früheren Vereinssitz in Freiwaldau (Jesenik) ist der MSSGV mit vielen tschechischen Mitgliedern wieder präsent. Die Ausstellungen und Feste des MSSGV sind ein Bestandteil des kulturellen Lebens in den Regionen, in denen der Verein mit seinen Zweigvereinen aktiv ist. Als Teil der Naturschutzarbeit hat der MSSGV die Pflege des Feuchtbiotops im Hasental auf der Schopflocher Alb übernommen.
So können wir feststellen, dass der MSSGV seine Existenzberechtigung nicht nur aus der Vergangenheit zieht. Er hat sich fest in Deutschland etabliert, ist im Verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine gut vernetzt und hat mit der Einzelmitgliedschaft in der Europäischen Wandervereinigung und vielen Einzelmitgliedern in der ganzen Welt sogar eine internationale Dimension.
Am Freitag, dem 18. September, veranstaltete der Zweigverein Teck ein Stadtspiel für Kinder in Kirchheim unter Teck. Ausgerüstet mit Stadtplan und Fragebogen erkundeten die Kinder die Kirchheimer Innenstadt. Dank ihrer aufmerksamen Beobachtung konnten sie auch die kniffligsten Fragen beantworten.
Fotos: Traudel Ott
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Fahrt ins Altvatergebirge
Anfang September reiste der MSSGV mit 33 Personen für eine Woche nach Jeseník (Freiwaldau) im tschechischen Altvatergebirge. Hier wurde unser Verein im Jahr 1881 im Hotel Krone gegründet. Es wurden Wanderungen zu Zielen wie Hohe Heide/Verlorene Steine, Šerák/Keprník/Branná und Schäferei/Schweizerei/Roter-Berg-Sattel angeboten. Jeden Tag gab es außerdem ein Besichtigungsprogramm. Wir besuchten die Ausstellungen im Wasserschloss in Jeseník, die Glasfabrik Jakub in Vrbno pod Pradědem (Würbenthal), die Barockkirche in Rýmařov (Römerstadt), die Holzkirche und die Ullersdorf-Brennerei in Maršíkov (Marschendorf), das Schloss und die Papiermühle in Velké Losiny (Groß Ullersdorf), das Schloss in Branná (Goldenstein), die polnische Stadt Kłodzko (Glatz) mit der Festung sowie den Marienwallfahrtsort Wambierzyce (Albendorf). Außerdem besichtigten wir das Schloss, die Synagoge und den jüdischen Friedhof in Úsov (Mährisch Aussee) und die Lavendelfarm Bezděkov. Am letzten Tag gab es noch eine Gedenkfeier am Kreuz der Versöhnung im ehemaligen Munitionslager Muna bei Mikulovice (Niklasdorf) sowie einen Besuch der Georgs-Halle in Javorník (Jauernig). Es war wieder eine sehr gelungene Ausfahrt! Vielen Dank an Günther, Kamila, Bohumila, Jaroslav und Zdenka.
Die diesjährige Wanderfahrt des Zweigvereins Hessen führte am Samstag, dem 5. September, zur Mühlenkopfschanze in Willingen im Sauerland. Sie ist die größte Großschanze der Welt, auf der jährlich ein FIS-Weltcup-Skispringen stattfindet. Das Highlight der Fahrt war jedoch die Hängebrücke „Skywalk Willingen”, die eine Länge von 665 Metern und eine Höhe von bis zu 100 Metern hat. Eine Wandergruppe startete am Fuße der Schanze und erkundete auf der gegenüberliegenden Seite die Wanderwege, die von blühendem Heidekraut und zahlreichen Steinpilzen gesäumt waren. Am Musenberg betraten die Wanderer die stark besuchte Hängebrücke. Da ein böiger Wind wehte, schaukelte sie ständig, doch alle fassten sich ein Herz und bewältigten das imposante Bauwerk. Eine zweite Gruppe besichtigte die Schanze und fuhr mit dem Aufzug bis zum Absprungplatz der Springer. Anschließend fuhren wir gemeinsam in den Nachbarort Usseln. Hier war es bedeutend ruhiger als im turbulenten Willingen. Die Einkehr in Annis Austria-Alm bildete den besonderen Abschluss der Fahrt.
Das Zentrum des MSSGV sitzt in Kirchheim unter Teck, das „Herz“ des Vereins schlägt aber in seinen drei eigenen Wanderheimen: Der 1958 erbauten „Altvaterbaude“ bei Schopfloch auf der Schwäbischen Alb, dem Wanderheim „Haus Altvater“ bei Kufstein in Tirol und der unter Denkmalschutz stehenden „Hergertsmühle“ im Knüllgebirge in Hessen. Oasen in herrlichen Landschaften für Ruhe suchende, Ausgangspunkte für Wanderungen, Nähe zum Skizirkus, Paradiese für Kinder und Familien und „Locations“ für Feiern – das alles bieten die gut ausgestatteten Selbstversorgerhäuser Mitgliedern der Wanderbewegung und Gästen zu günstigen Preisen.
Das Wanderheim Hergertsmühle ist ca. 6km von Neukirchen und ca. 1,5km von Seigertshausen entfernt. Es liegt bei einem Bauernhof im Steinatal, das zum Gebiet der Schwalm gehört.